Behandlung


TCM MediCare Zürich: Vielfältiges Angebot an TCM Therapien

Bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird nicht nur das gestörte Organ behandelt, sondern der ganze Mensch wird in die Behandlung einbezogen.


In unseren TCM MediCare Zentren bieten wir verschiedene Behandlungen der Chinesischen Medizin an. Dabei steht der Qi-Fluss in den Meridianen bei allen Therapien im Vordergrund, da ein gestörter Energiefluss zu Erkrankungen und Beschwerden im körperlichen, geistigen und seelischen Bereich führt.


An rund 360 Stellen des Körpers, den so genannten Akupunkturpunkten, nehmen unsere Therapeuten vorwiegend mittels folgenden Behandlungformen Einfluss auf die Organe:

• Akupunktur

• Ohrakupunktur

• Schröpfen

• Moxa / Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten)

• Tui-Na Massage

• Kräutertherapie / Naturheilkunde

• Gua Sha

• Wärmebehandlung

Je nach Beschwerden werden 10 - 20 Einzelbehandlungen à 45 bis 60 Minuten durchgeführt. Für allfällige Fragen kann jederzeit der Schulmediziner kontaktiert werden, bei dem auf Wunsch des Patienten auch ein Abschlussgespräch stattfindet.
Die Dauer der Wirkung einer TCM-Behandlung ist individuell verschieden. Je nach Zustand sollte man die Behandlung wiederholen, um einen Rückfall zu vermeiden oder zumindest die Symptome zu lindern.

Die TCM ist eine sehr nebenwirkungsarme Behandlungsmethode. Dennoch können in seltenen Fällen unangenehme Begleiterscheinungen auftreten. Insbesondere die Akupunktur kann sogenannte „überschiessende“ Reaktionen auslösen, die vom Patienten in der Regel als unerwünscht empfunden werden. Dazu zählen:

• Vorübergehende übermässige Entspannung und Ermüdung nach der Behandlung

• Vorübergehende vegetative Reaktionen wie Schwitzen oder Schwächegefühl

• Vorübergehende, sehr selten auch länger anhaltende Verstärkung des zu behandelnden Leidens

• Aktivierung von latenten (bereits vorhandenen, aber noch nicht ausgebrochenen) Krankheitsprozessen

• Vorübergehende Nervenreizungen, evtl. mit lokaler Schmerz- und Sensibilitätsstörung in der Einstichregion

Akupunktur

Die Behandlung mit Akupunkturnadeln ist die im Westen wohl bekannteste Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin.

In der Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der menschliche Körper von einem Meridian-System durchzogen. Diese Leitbahnen befinden sich auf der Körperoberfläche und stehen in Verbindung mit den inneren Organen. Durch die Stimulation spezifischer Punkte, so genannter Akupunkturpunkte, wird Einfluss auf einzelne Organe genommen.

Der Fluss des Qi kann durch die Akupunkturbehandlung entweder angeregt oder gedämpft werden, je nachdem, welche Erkrankung vorliegt.

Dazu werden speziell dünne Einwegnadeln aus Edelstahl verwendet. Die Nadeln werden an bestimmten Punkten gestochen, an denen die Stichtiefe variiert. Zum Teil werden die Nadeln durch Heben, Senken oder Vibrieren manipuliert. Dabei entstehen kaum Schmerzen. Manche Stellen werden von einzelnen Patienten jedoch intensiver wahrgenommen.


Tui-Na Massage

Die Tuina-Massage hat bei den Chinesen schon seit Jahrtausenden eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Im Gegensatz zur Akupunktur werden hier durch verschiedene Massage- bzw. Grifftechniken nicht nur die Akupunkturpunkte behandelt, sondern die ganzen Energieleitbahnen stimuliert.
Die Tuina-Massage unterscheidet sich erheblich von einer westlichen Massage. «Schieben und Greifen», so die Übersetzung des chinesischen Begriffs «Tuina», löst nicht nur Verspannungen, sondern wirkt auch im Körperinnern, indem es zum Beispiel Energieblockaden löst.

Schröpfen

Das früher auch in der Schweiz häufig angewandte Schröpfen kennt man ebenfalls in der Chinesischen Medizin.

Dabei werden verschieden grosse Schröpfgefässe (Glaskugeln) in einer Alkoholflamme erwärmt und mit der Öffnung nach unten auf bestimmte Körperstellen gesetzt. Durch das Abkühlen der Kugel bildet sich im Innern ein Vakuum, das zur Steigerung der Durchblutung, der Anregung des Stoffwechsels (vermehrtes Ausscheiden von abgelagerten Abfallstoffen), der Lockerung von verklebtem Gewebe (z.B. Narben), Detonistion (erhöhte Spannung im Gewebe wird normalisiert), Schmerzlinderung oder Anregung von inneren Organen über Hautreflexe (Reflexzonentherapie) führt.

Kräutertherapie / Naturheilkunde

Die chinesische Naturheilkunde basiert auf einer uralten Philosophie, greift auf jahrtausendelange Erfahrung zurück und kann selbst bei schweren inneren Erkrankungen wie auch bei verschiedenen Hauterkrankungen auf beachtliche Erfolge verweisen.


Nach einem speziellen Aufnahmegespräch, einer körperlichen Untersuchung (inklusive Puls- und Zungendiagnostik) und Erstellung einer chinesischen Diagnose wird ein individuelles Rezept zusammengestellt. Üblicherweise sind in einer Mischung etwa 8 bis 15 Naturheilmittel (vorwiegend pflanzliche, aber auch mineralische und tierische Stoffe) enthalten. Diese müssen wohl überlegt und raffiniert kombiniert werden. So können sich die positiven Wirkungen des einzelnen Naturheilmittels verstärken und unerwünschte Nebenwirkungen weitgehend vermieden werden.


Die meisten verabreichten Rezepturen bestehen aus konzentrierten Extrakten, sogenannten Granulaten. Ausserdem gibt es Tabletten und Dekokte als Alternative. Die Einnahme von Dekokten und Granulaten ist für westliche Gaumen teilweise ungewohnt. Meistens ist aber der seltsame Geschmack durchaus gewollt und für die zu behandelnde Störung charakteristisch.

Alle Naturheilmittel werden streng auf Schadstoffe wie Pestizide, Schwermetalle und Aflatoxine überprüft und zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsstandard aus.


Patienten erhalten von ihren chinesischen Ärzten massgeschneiderte Rezepte. Der überwiegende Teil der Heilmittel stammt aus Pflanzen. Dabei kommen verschiedene Pflanzenteile zum Einsatz: Wurzeln, Stängel, Blätter, Blüten und Rinden. Auch mineralische und tierische Stoffe werden manchmal verwendet. Einige Mittel unterzieht man einem Weiterverarbeitungsprozess, bevor sie verabreicht werden. Beispielsweise werden sie mit Honig geröstet, in Essig oder Reiswein gekocht. So gelingt es, spezifische Wirkungen zu intensivieren und unerwünschte Wirkungen zu verhindern.